Kunst geerbt: Was tun mit Gemälden aus einem Nachlass?

In vielen Nachlässen hängt Kunst an der Wand: vom Familienporträt bis zum Siebdruck oder Gemälde eines bekannten Namens. Erben stehen dann vor der Frage: Was ist es wert, und was machen wir damit? Dieser Leitfaden hilft Ihnen weiter.

Schritt 1 – Erfassen

Fotografieren Sie von jedem Werk die Vorderseite, die Rückseite und die Signatur. Notieren Sie die Maße (ohne Rahmen), die Technik, soweit bekannt, und was Sie über die Herkunft wissen: Wann und wo wurde es gekauft? Sammeln Sie Rechnungen, Zertifikate und alte Gutachten.

Schritt 2 – Den Wert ermitteln lassen

Eine unabhängige Wertermittlung gibt allen Erben dieselbe Ausgangsbasis und vermeidet Diskussionen. Beachten Sie: Der Versicherungswert (Wiederbeschaffungswert) ist in der Regel höher als der beim Verkauf erzielbare Marktwert. Für die Aufteilung und für die Erbschaftsteuererklärung ist der Marktwert zum Todestag maßgeblich. In steuerlichen Fragen berät Sie Ihr Notar oder Steuerberater.

Schritt 3 – Aufteilen oder verkaufen?

Manche Werke haben emotionalen Wert und bleiben in der Familie. Andere werden verkauft, und der Erlös wird aufgeteilt. Eine realistische Bewertung hilft, beides fair zu verbinden.

Schritt 4 – Den Verkaufsweg wählen

  • Private Sale – diskret, für bedeutende Werke
  • Kommission – das Werk wird in Ihrem Namen angeboten; Sie bleiben bis zum Verkauf Eigentümer
  • Auktion – öffentlich, mit Beratung zu Auktionshaus, Schätzung und Limit

Eine komplette Sammlung kann in einem Durchgang beurteilt und begleitet werden, sodass Sie nicht Dutzende einzelner Gesprächspartner koordinieren müssen.

Warum unabhängig?

Ein Auktionshaus oder Händler, der selbst ankauft, hat ein Interesse am Ergebnis. Ein unabhängiger Berater nicht. Fiducia Fine Art kauft nicht selbst an und arbeitet gern mit dem Notar oder Testamentsvollstrecker zusammen.

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